Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD liegt in Umfragen deutlich vorn und hofft darauf, die Regierung zu stellen – das könnte die Demokratie gefährden, warnen die anderen Parteien. Dabei steht das Land vor großen Herausforderungen: in der Bildung, beim demografischen Wandel oder als Wirtschaftsstandort und beim Fachkräftemangel.
Viele Menschen beschäftigt derzeit die wirtschaftliche Lage im Land. Besonders die energieintensiven Unternehmen in der Chemie kämpfen mit den hohen Kosten. Auch viele Zulieferer in Sachsen-Anhalt haben es schwer, weil die Auftragslage der deutschen Autohersteller mau ist. Wie kann die Politik die Unternehmen unterstützen und damit Arbeitsplätze sichern?
Wichtig ist auch das Thema Bildung: Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fehlen bei derzeit rund 14.000 Lehrkräften im Land rund 2000 weitere, um eine volle Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. Zudem sinken die Schülerzahlen und es stellt sich die Frage, ob und wie kleinere Schulstandorte auf dem Land erhalten bleiben sollen.
Dazu befragen Eva Quadbeck, Chefredakteurin und Leiterin des RND-Hauptstadtbüros, und Vera Wolfskämpf, Landeskorrespondentin in Sachsen-Anhalt, die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten.